Lateinkurse

Vorbereitungskurs auf das Latinum

Mindestteilnehmerzahl:
4 Studierende

Höchstteilnehmerzahl:
16 Studierende

13 Termine à 180 Minuten (4UE) oder
ab 8 Teilnehmer à 225 Minuten (5UE)

Zeittermin:
10.04.2020–17.07.2020
Immer freitags
13:45–17:15/18:00 Uhr

Preis:
399 € + 15 € (Buch)

Das henke schulungen Kurskonzept für Latein unterscheidet sich von anderen Intensivkursen dadurch, dass wir ausreichend Zeit geben, das Gelernte zu verarbeiten. Der Unterricht erfolgt semesterbegleitend an einem Freitagnachmittag, sodass Ihr auch noch die Möglichkeit habt, parallel an der Universität einen Lateinkurs für Anfänger oder Fortgeschrittene zu belegen. Studierende werden in 26 Lektionen zur Übersetzungsreife für das „Latinum“ geführt.

Wir bieten: umfangreiches Skript mit Übungssätzen, Buch für Hausaufgaben, schriftliche Kontrolle von Test und Hausaufgaben, Besprechung von Latinumsprüfungen, Lernen am Computer (Formenbestimmung, Wortschatz, Deklination, Konjugation).

Eure Vorteile: Lernen in einer Kleingruppe, keine Überforderung (auch für Anfänger geeignet), zielführender Kursaufbau mit hoher Progression, Übersetzungsroutine, sprachliche Besonderheiten von Cicero-Texten

Bei Fragen könnt ihr gerne bei uns im Büro vorbeikommen oder hier mit uns Kontakt aufnehmen.

Allgemeine Informationen & Tipps

Anklicken für Details / zum Ausblenden

Die Ausgangslage

Für viele Studiengänge sind nach wie vor Kenntnisse im Umfang des Latinums vorgeschrieben. Wer nicht das Glück hatte, bereits auf dem Gymnasium Latein zu erlernen, muss es in zwei Semestern nachholen. Wer noch parallel sein eigenes Fach studieren will, gerät hierbei schnell in eine Zwickmühle – soll er lieber Latein lernen oder sich besser auf sein Studium konzentrieren? Dass die Kurse an der Universität oft überfüllt sind – zwischen 50 und 100 Studierende sind keine Seltenheit – macht es nicht leichter. Wenn jemand ein Thema nicht versteht, traut er/sie sich in einer so großen Runde vielleicht auch nicht zu fragen, und hat außerdem mit dem Problem zu kämpfen, dass ein kleiner Teil der Studierenden schon ganz passable Lateinkenntnisse hat, weil sie beispielsweise Wiederholer sind oder schon zwei Jahre Latein auf dem Gymnasium hatten.

Viele betrachten das Latinum als einen versteckten Numerus Clausus. Stellen wir uns zunächst die Frage der Fairness: Während Schüler nach vier Jahren Lateinunterricht und mit mindestens der Note „ausreichend“ automatisch ihr Latinum bescheinigt bekommen, müssen Studierende eine eigene Übersetzungsprüfung zu einem Redetext Ciceros ablegen, in der sie zwar ein Lateinwörterbuch benutzen dürfen, aber die Geschichte Roms in der schriftlichen Prüfung keinen Einfluss auf die Note hat. Schüler auf dem Gymasium hingegen haben in ihren Klassenarbeiten fast immer einen Geschichtsteil, was die Note derjenigen, die nicht so gut übersetzen können, nach oben korrigiert. Dafür dürfen Schüler in den ersten drei Lateinjahren in ihren Klassenarbeiten überhaupt kein Lexikon benutzen und haben dadurch einen wesentlich höheren Wortschatz als Studierende, die das Latinum nachholen müssen.

Dabei sind die Bedingungen für die Latinumsprüfung äußerst hart: Wer mehr als 18 Fehler im Text hat, wird gar nicht mehr zur mündlichen Prüfung zugelassen, in der neben einer Übersetzung mit viertelstündlicher Vorbereitungszeit (ohne Lexikon), Grammatikfragen, stilistischen Fragen auch die Geschichte Roms oder etwas aus dem Lebenslauf Ciceros abgefragt werden kann.

Immerhin ist das Risiko für Studierende nicht unerheblich: Fällt er/sie zweimal durch, bleibt nur noch das Große Latinum zu machen oder das Studium abzubrechen.

Prüfer vergleichen die Studierenden mit den eigenen Schülern, die sie auf dem Gymnsium unterrichtet haben, und machen zwei Unterschiede aus: Das fehlende Vokabular und die fehlende Übersetzungsstrategie.

Was also ist zu tun? Die Fülle an Anbietern, die das Latinum innerhalb weniger Wochen versprechen, wächst. In vier bis sechs Wochen, so heißt es, könne man das Latinum machen. Derlei Kurse haben normalerweise zwei Teile, einen Grammatikteil (zwei bis drei Wochen) und einen Übesetzungskurs (zwei bis drei Wochen). Studierende hocken von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr in diesen Crashkursen und saugen das Wissen förmlich in sich hinein, gehen anschließend nach Hause, um dann drei bis vier Stunden weiterzulernen. Es versteht sich von selbst, dass hier schnell Übermüdung und Unlust eintritt – auch seitens der Dozenten, die schnell an ihre körperlichen Granzen stoßen. Dennoch schafft es rund die Hälfte der Studierenden an Intensivkursen tatsächlich, nach nur ein paar Wochen Lernzeit ihr Latinum zu ergattern. Für die andere Hälfte war jedoch auch dieser Weg umsonst.

Kurskonzept

Unser Kurskonzept unterscheidet sich von anderen Intensivkursen dadurch, dass wir ausreichend Zeit geben, das Gelernte zu verarbeiten. Der Unterricht erfolgt semesterbegleitend an einem Freitagnachmittag, sodass sie auch noch die Möglichkeit haben, parallel an der Universität einen Lateinkurs für Anfänger oder Fortgeschrittene zu belegen. Wir sind aber keine Universität, sondern eine Schule, der Unterricht ist straff und sinnvoll aufbauend organisiert. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt vier Studierende, die Höchstteilnehmerzahl liegt bei sechzehn Studierenden. Nur so ist eine Rückmeldung und Korrektur für jeden Teilnehmer seitens des Dozenten gewährleistet.

Wir arbeiten nach der „angelsächsischen Methode“, d.h. die Sätze zu den jeweiligen Kapiteln sind bereits an zig Studierenden in Großbritannien erprobt worden und enthalten entweder eine Prise Humor oder eine Lebensweisheit oder sind Originalzitate der damaligen Zeit. Die gesamte lateinische Grammatik ist hierbei in 26 Kapitel unterteilt , pro Sitzung schafft man normalerweise zwei oder drei Lektionen. Nach dreizehn Unterrichtstagen hat man das gesamte Feld der lateinischen Grammatik abgedeckt. Doch es gilt das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit: Was Sie bei uns lernen, müssen Sie bis zum folgenden Freitag „drauf“ haben. Sie bekommen Hausaufgaben, müssen Vokabeln lernen, einen Text übersetzen und vor allem Deklinieren und Konjugieren üben. Wenn Sie also bis auf den Freitagnachmittag unter der Woche überhaupt keine Zeit haben, Latein zu lernen und Hausaufgaben zu erledigen, ist dies hier nicht der richtige Kurs für Sie. Wenn Sie aber bereit sind, Zeit zu investieren, die Sie selbst einteilen (z.B. Samstag und Sonntag mehrere Stunden lernen oder unter der Woche jeweils zwei bis drei Stunden), sind wir vielleicht der richtige Anbieter für Sie.

Sie erhalten mit diesem Kurs ein Lateinlehrbuch, das wir vor allem für die Hausaufgaben benutzen und das auch Latinumsprüfungen enthält. Der eigentliche Unterricht erfolgt jedoch über ein Lateinskript – die bereits erwähnte „angelsächsischen Methode“. Die Grammatikeinheiten sind auf das Nötigste beschränkt und enthalten normalerweise zwei oder drei Tabellen. Mit etwas Hilfestellung durch den Dozenten kann sofort mit dem Übersetzen von zehn bis zwanzig Sätzen begonnen werden. Das funktioniert, weil Sie sofort alle Wortangaben mitgeliefert bekommen – sie stehen stets unter den Sätzen. Zeitraubendes Nachschlagen in Wörterbüchern bleibt Ihnen erspart.

Sie müssen in unseren Kursen auch keine Tabellen oder Grammatikregeln abschreiben, da sie schon vorformuliert in dem Lateinskript bzw. im Lateinbuch für die Hausaufgaben stehen. Die Lateindidaktik hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Mittlerweile gibt es Computerprogramme speziell für das Fach Latein, die eine immense Zeitersparnis darstellen können. Sie haben bei uns die Möglichkeit, diese Programme zu benutzen und an den hauseigenen Laptops die Vokabeln der Texte zu trainieren oder Adjektive, Nomen und Pronomen zu deklinieren oder Verben zu konjugieren. Wir werden Ihnen auch zeigen, was Sie im Internet mit dem eigenen Computer für Ihr Latein tun können und welche App auf Ihrem Handy sinnvoll ist. Dennoch ist auch der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) eine Grenze gesetzt. Was zwischen Englisch und Deutsch schon ganz ordentlich funktioniert (automatisiertes Übersetzen ganzer Textabschnitte), ist zwischen Latein und Deutsch nicht möglich. Für den Computer ist die lateinische Sprache einfach zu sperrig und zu frei in ihrer Wortstellung, zu doppeldeutig bei den Endungen – man denke nur an die u-Deklination – und es gibt einfach zu viele Möglichkeiten, wie ein Ablativ oder Akkusativ nun gemeint sein könnte. Der Mensch kann mit ein bisschen Training und geschultem Auge das erreichen, was der Computer nicht erreichen kann – das Vorwissen zu aktivieren und Lösungsstrategien für ein Übesetzungsproblem anzugehen.

Ab der siebten oder achten Sitzung wird direkt mit Latinumsprüfungen begonnen. Spätestens hier sollten Sie über ein eigenes Wörterbuch verfügen. Zugelassen sind Pons, Langenscheidt und der Stowasser.

Die diesjährigen Latinumsprüfungen bestehen aus Ciceros „Reden gegen Verres“ (Buch 1 bis 5) / „Die Verteidigung des Sextus Roscius“ / „Rede über den Oberbefehl des Gaius Pompeius“. Sie werden schon ab der zweiten Sitzung Übungssätze aus diesen Reden bekommen, um Ihr Vokabular zu verbessern.

Von Beginn unseres Lateinkurses bis zu Ihrer Latinumsprüfung haben Sie fünf Monate Zeit, sich die Grundlagen der lateinischen Grammatik (verschiedene Wortarten, oft dekliniert oder konjugiert / Haupt- und Nebensätze) und ein Vokabular zu erarbeiten. Damit werden Sie in der Lage sein, einigermaßen zügig Cicero zu übersetzen. Cicero ist als Autor keine leichte Kost, da seine Sätze sehr lang sein können, und Haupt- und Nebensätze zu trennen sind. Dazu kommen aber auch noch stilistische Finessen, wie der Verzicht auf „esse“ und Sonderformen für Verbendungen. Es geht auch um das Feld der politischen Rede bzw. Gerichtsrede, d.h. Sie müssen damit rechnen, dass Cicero als Ankläger, Verteidiger oder auch Senator seine Gegner mit den Mitteln der Rhetorik angreift, was Metaphern, Ironie und auch entrüstete Ausrufe beinhaltet. Anders als im Englisch- oder Französischunterricht der Schule geht es nicht um Alltagskommunikation („Gib mir doch bitte mal das Salz“ / „Wann öffnet die Post?“), sondern um eine Kunstform der lateinischen Sprache, die nur gebildete Römer beherrscht haben.
Wenn Sie bei einem anderen Kursträger im Sommer einen vier- oder sechswöchigen Intensivkurs belegen sollten, haben Sie nach drei Wochen Grammatiktraining einen anschließenden dreiwöchigen Übersetzungskurs. Ihre Zeit bis zur Prüfung beträgt aber nur zwei Monate. Es gibt Studierende, die das Lernpensum in solchen Kursen schaffen, aber es sei darauf hingewiesen, dass der Stresslevel für Sie wesentlich höher wäre.
Wir übersetzen von der ersten Lerneinheit direkt und Sie haben genug Zeit, das Gelernte zu verarbeiten, wenn wir uns einen Woche später wiedersehen. Wenn Sie schon ein bisschen Latein gelernt haben, brauchen Sie möglicherweise nur einen Tag für Latein, ohne jegliche Vorkenntnisse sollten Sie zwei bis drei Tage einplanen, an denen Sie etwas für Latein tun müssen. Es ist aber nicht so, dass Sie sieben Tage die Woche von früh bis spät Latein lernen müssen, um die Prüfung zu schaffen. Sie sollten sich auch vergewissern, welcher Lerntyp Sie sind. Wenn Sie eher haptisch verlanlagt sind, sollten Sie mit Karteikarten arbeiten, die sowohl Grammatikregeln als auch Wörter beinhalten; bei auditivem Lernytp die Grammatik und Vokabeln selbst einsprechen und wieder anhören, bei visuellem Lerntyp viele Bilder zu den Vokabeln suchen und einprägen und die Grammatik in Schaubildern zusammenfassen. Dann ist noch Ihre Ausstattung wichtig, ein Kugelschreiber oder Bleistift ist zu wenig, arbeiten Sie besser mit Textmarkern in verschiedenen Farben oder mit Buntstiften, um Wortendungen zu markieren oder Pfeile zu setzen. Sie könnten sich ein eigenes Vokabelheft anlegen und einen Ringbuchordner mit alphabetischem Register führen, wo die verschiedenen Grammtikthemen eingeordnet werden können. Der Lernerfolg hängt also nicht nur davon ab, wie viel Zeit Sie aufwenden, sondern auch von der eigenen Lernorganisation.
Sie werden in jeder Unterrichtseinheit mit einem neuen Grammatikthema vertraut gemacht werden, gefolgt von einigen Beispielsätzen, die gemeinsam mit dem Lehrenden übersetzt werden. Anschließend werden Sie gebeten, weitere Beispielsätze gleichen Typs zu lösen, mit anschließender Besprechung. Wenn Sie solche Sätze als Hausaufgabe bekommen, sollten Sie es alleine versuchen, Sie brauchen noch nicht einmal ein Lexikon, da alle Wortangaben unter dem Text stehen. Ihre Hausaufgabe wird später korrigiert. Wer freiwillig noch mehr machen möchte, kann auch noch weitere Sätze mit Lösungen haben.

Was können Sie jetzt schon tun?

Je besser Sie die deutsche Sprache beherrschen, desto leichter tun Sie sich mit Latein. Möglicherweise hatten Sie zum letzten Mal in der achten Schulklasse Grammatikunterricht und schon wieder einige Dinge vergessen. Wenn Sie schon vorher wissen, was ein Adversativsatz, Indefinitpronomen oder Partizip ist, so ist das sicherlich kein Nachteil. Hier eine kurze Auflistung der Dinge, die Sie sich schon jetzt in einer Deutschgrammatik (z.B. „Der kleine Duden – Deutsche Grammatik. Eine Sprachlehre für Beruf, Fortbildung und Alltag) anschauen können:

Bestimmter und unbestimmter Artikel – Demonstrativpronomen – Substantiv – vier Fälle im Satzgefüge (Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ) – Vollverb – Hilfsverb – Modalverb – Partizip Präsens – Partizip Perfekt – substantivierte Verben – Aktiv und Passiv – Indikativ und Konjunktiv – Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft (Verbkonjugation: Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I, Futur II) – Adjektiv und Steigerungsmöglichkeiten – substantivierte Adjektive – Adverbien – Präposition – Personalpronomen – Interrogativpronomen – Reflexivpronomen – Possessivpronomen – Relativpronomen – Numerale – Interjektion – Konjunktion – Aussagesatz – Wunschsatz – Befehlssatz – Vergleichssatz – Kausalsatz – Temporalsatz – Adversativsatz – Konsekutivsatz – Finalsatz – Konditionalsatz – Relativsatz – Infinitivsatz – Apposition – Satzbaupläne: Sätze mit Objekten und präpositionalen bzw. adverbialen Ergänzungen.

Wie motiviere ich mich für Latein?

Latein kann Spaß machen, wenn man versteht, was man bei einer Übesetzung tun muss. Latein macht jedoch keine Freude, wenn man schon das alte Grammatikkapitel nicht verstanden hat und das neue schon behandelt wird und jedes Wort in einem dicken Lexikon nachschlagen muss. Latein ähnelt dabei einem Schachspiel – sie müssen wissen, welcher Zug mit welcher Spielfigur zum richtigen Ergebnis führt. „Ich muss Latein lernen“, das ist ein Satz, den Sie vielleicht resignierend denken. „Ich darf Latein lernen, endlich!“ Das wäre ein Satz, der Ihnen besser zu Gesicht stünde. Grübeln Sie also nicht, ob so eine Latinumsprüfung fair ist, sondern lassen Sie sich ganz auf die neue und fremde Sprache ein.

Eingewöhnung in die lateinische Sprache

Bevor Sie im April starten, können Sie schon jetzt Teile der genannten Cicero-Reden auf Deutsch lesen, um einen Eindruck davon zu bekommen, was Gegenstand der Prüfung ist. Als historischen Einstieg ist das Buch „Cicero und die Römische Republik“ von Manfred Fuhrmann zu empfehlen. Es gibt außerdem eine 45minütige Dokumentation zum Thema „Cicero und die Verteidigung des Sextus Roscius“. Auf Youtube können Sie einen kleinen Ausschnitt daraus sehen, wenn Sie „Cicero – Schauprozess – Sextus Roscius“ eingeben.

Bei Radio Bremen können Sie sich schon jetzt an den Klang der lateinischen Sprache gewöhnen und die Monatsnachrichten in lateinischer Sprache anhören.  www.radiobremen.de 

Lateinische Zitate zum Stöbern

Aequum est aliquando nos iudicio nostro, oculis nostris, non famae semper et rumoribus credere.

Es ist nur recht und billig, dass wir endlich unserem eigenen Urteil und unseren eigenen Augen vertrauen, nicht immer nur den Gerüchten und dem Gerede. – Plinius, Panegyricus 59,3

Aurum flamma probat, homines temptatio iustos.

Das Gold wird im Feuer geprüft, der Gerechte in der Versuchung. – Columbanus, Praecepta vivendi 172

Diu deliberando amicos elige.

Wähle deine Freunde nach reiflicher Überlegung. – Publilius Syrus, Sententiae A239

Gratis donato non spectes ora caballo.

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. – Walther, Proverbia sententiaeque 10449

Aetas volat.

Die Zeit fliegt schnell dahin. – Cicero, Tusculanae disputationes 1. 76

Afflictis longae, celeres gaudentibus horae.

Lang sind die Stunden für die Betrübten, kurz für die Fröhlichen. – Inschrift auf Sonnenuhren

Aliud agendi tempus, aliud quiescendi.

Die eine Zeit dient der Betätigung, die andere dem Ausruhen. – Cicero, De natura deorum 2. 132

Discipulus sapiens est gloria summa magistri.

Ein kluger Schüler ist der höchste Ruhm eines Lehrers. – Abaelardus, Monita ad Astralabium 907

Animi tamen non armis, sed amore et generositate vincuntur.

Herzen werden nicht mit Waffen, sondern mit Liebe und Großzügigkeit erobert. – Spinoza, Ethica 4. appendix 12

Effectus cognitio a cognitione causae dependet et eandem involvit.

Die Erkenntnis der Wirkung hängt von der Erkenntnis der Ursache ab und schließt diese mit ein. – Spinoza, Ethica 1. axiomata 4

Homines sui appetitus sunt conscii et causarum, a quibus determinantur, ignari.

Die Menschen sind sich ihrer Wünsche bewusst, die Motive, die dahinterstecken, kennen sie aber nicht. – Spinoza, Epistulae 62,4

Homines vitia sua et amant simul et oderunt.

Die Menschen lieben ihre Fehler und hassen sie gleichzeitig. – Seneca, Epistulae morales 112,4

Homini consilium tum deest, cum multa invenit.

Der Mensch ist dann ratlos, wenn er viele Ratschläge gefunden hat. – Publilius Syrus, Sententiae 229

Hominis appellatione tam feminam quam masculum contineri nemo dubitat.

Es ist unbestritten, dass mit der Bezeichnung ›Mensch‹ sowohl Frau als auch Mann erfasst werden. – Corpus Iuris Civilis, Digesta 50. 16,152 (Gaius)

Hominum natura novitatis ac peregrinationis avida est.

Der Mensch sehnt sich danach, Neues zu sehen und zu reisen. – Plinius maior, Naturalis historia 17. 66

Homo certus, fidus amicus.

Ein zuverlässiger Mensch, ein treuer Freund. – Martialis, Epigrammata 4. 5,9

Homo doctus in se semper divitias habet.

Ein gebildeter Mensch hat seinen Reichtum immer bei sich. – Phaedrus, Liber fabularum 4. 23,1

Homo est minor mundus.

Der Mensch ist eine Welt im Kleinen. – Arnobius, Adversus nationes 2. 25

Homo ex veste vulgo aestimatur.

Den Menschen beurteilt man gewöhnlich nach seiner Kleidung. – cf. Seneca, Epistulae morales 47,16

Homo inter homines sum.

Ich bin Mensch unter Menschen. – Petronius, Satyricon 57,5

Alit lectio ingenium et studio fatigatum reficit.

Lektüre stärkt den Geist und erfrischt ihn, wenn er vom Nachdenken ermüdet ist. – Seneca, Epistulae morales 84,1

Aliter enim audita, aliter visa narrantur.

Was man nur gehört hat, erzählt man auf eine andere Weise, als was man gesehen hat. – Hieronymus, Prologus ad Pentateuchum

Aliud agendi tempus, aliud quiescendi.

Die eine Zeit dient der Betätigung, die andere dem Ausruhen. – Cicero, De natura deorum 2. 132

Aliud est cito surgere, aliud est non cadere.

Es macht schon etwas aus, ob man rasch wieder auf die Beine kommt oder gar nicht erst fällt. – Augustinus, Confessiones 10. 57

Aliud ex alio malum.

Ein Übel bringt ein anderes hervor. (Ein Unglück kommt selten allein) – Terentius, Eunuchus 987

Exercitatio artem paravit.

Übung macht den Meister. – Tacitus, De origine et situ Germanorum (Germania) 24,1

Exit in immensum fecunda licentia vatum, / obligat historica nec sua verba fide.

Die dichterische Freiheit schweift ausgiebig ins Unermessliche; sie bürgt mit ihren Worten nicht für historische Zuverlässigkeit. – Ovidius, Amores 3. 12,41–42

Exitus in dubio est.

Das Ende ist fraglich. – Ovidius, Metamorphoses 12. 522

Aut ego fallor, aut ego laedor.

Wenn mich nicht alles täuscht, werde ich hier beleidigt. – Ovidius, Metamorphoses 1. 607–608

Aut "etiam" aut "non" respondere.

Entweder mit Ja oder mit Nein antworten – Cicero, Academica priora 104

Aut gratuitum est, quo egemus, aut vile: panem et aquam natura desiderat.

Was wir wirklich brauchen gibt es entweder umsonst oder billig: Unsere Natur verlangt nur Brot und Wasser. – Seneca, Epistulae morales 25,4

Ei mihi, quod nullis amor est sanabilis herbis!

Weh mir, dass gegen Liebe kein Kraut gewachsen ist! – Ovidius, Metamorphoses 1. 523

Elephantem ex musca facere

Aus einer Mücke einen Elefanten machen – Erasmus, Adagia 869 (nach Apostolios)

Eloquar? An sileam?

Soll ich reden oder soll ich schweigen? – Vergilius, Aeneis 3. 39

Eme et habebis.

Kauf und es gehört dir. – Corpus Inscriptionum Latinarum (aus Pompeji)

Sagitta Cupido cor meum transfixit.

Cupido hat mit seinem Pfeil mein Herz durchbohrt. – Plautus, Persa 25

Sapere aude!

Wage es, Vernunft zu üben! (vgl. Kant: ›Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.‹) – Horatius, Epistulae 1. 2,40

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Kostenlose Einstufung, Beratung und Anmeldung

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